Der Malinois - Die Rasse
Malinois sind sehr temperamentvolle, verspielte, lernfreudige und energische Hunde,
deren hohes Mass an Intelligenz sich unter anderem in ihrem oft geradezu spitzbübischen
Erfindungsreichtum offenbart.
Sie verfügen über blitzschnelles Reaktionsvermögen, grosse Ausdauer sowie ein gehöriges Mass an Arbeitswillen und Arbeitseifer.
Ihre Lernbegeisterung ist ebenso grenzenlos wie ihre Einsatzbereitschaft.
Aufgrund ihrer Intelligenz und Führigkeit lernen sie sehr schnell, vergessen jedoch negative Erlebnisse und ungerechte Behandlung ebenfalls nur schwer oder gar nicht.
Sie sind ausserordentlich personenbezogen und möchten am liebsten überall mit dabei sein.
Wie alle ursprünglichen Hütehunde benötigen sie viel Bewegung und Beschäftigung.
Der Malinois ist zwar hart in der Arbeit, aber sehr gefühlvoll und weich in der Führung.
Deshalb ist eine sorgfältige Prägung und Sozialisierung während der ersten beiden Lebensjahre
besonders wichtig.
In dieser Zeit benötigen die sensiblen Belgier ein hohes Mass an Einfühlungsvermögen und Verständnis von ihrer Bezugsperson.
Was man in dieser Zeit in den Malinois investiert, bekommt man später tausendfach zurück.
Die gute Prägung die schon beim Züchter beginnt, sollte im neuen zu Hause kontinuierlich fortgeführt werden.
In der Regel genügt es, den Mali mit liebevoller Konsequenz, Bestimmtheit und Fingerspitzengefühl anzuleiten. Mit Geduld , Einfühlungsvermögen und spielerischer Motivation erreicht man bei diesem sensiblen Hund weitaus mehr als mit Gewalt oder lauten Worten.
Spaziergänge bieten dem Mali nicht genügend geistige Herausforderung.
Beinahe noch wichtiger als Auslauf ist es, dass der Hund auch ein mentales Training erhält, das heisst, Aufgaben gestellt bekommt, die seinen wachen Geist beschäftigen.
Trotz seiner ideal klingenden Eigenschaften ist der Malinois kein Allerweltshund , der für jedermann geeignet ist.
Er stellt nämlich Ansprüche an seinen Halter, und diese darf man nicht unterschätzen.
                                  
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Zu wem passt ein Malinois

Keinesfalls sollte man sich von dem ansprechenden Äusseren dazu verleiten lassen, sich einen Belgier anzuschaffen.
Prüfen Sie kritisch, ob die eigenen Familienverhältnisse und Lebensumstände zu diesem Hund passen.
Die auf einem hohen Temperaments- und Aktivitätslevel angesiedelten, impulsiven, explosiven, ungestümen und spontanen Energiebündel mit ihrem angeborenen Drang nach Beschäftigung und geistiger Auslastung, sind keine Hunde für die Durchschnittsfamilie.
Sie verlangen Ihren Haltern eine Menge an Extrazeit und Aufwand ab.
Kann oder will man den Grundbedürfnissen dieser Hunde nicht Rechnung tragen, ist das Desaster vorprogrammiert.
Die Arbeitswut eines Belgiers sucht sich dann ihr eigenes Ventil.
Langeweile und Unterbeschäftigung können leicht zu Problemverhalten führen, unter der Wohnung, Hund und Besitzer leiden.
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